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Eine sinnlose Aktion?

Licht ausJetzt ist auch Österreich (und nicht nur die gleichnamige Zeitung) auf den Klimazug aufgesprungen.
Auf welchen? Den von Bild, Google, WWF, GLOBAL 2000, Greenpeace und noch ein paar anderen Organisationen initiierten „Licht aus! Für unser Klima!”-tag.

Um was geht es dabei eigentlich, was steckt dahinter? Am Samstag, den 8. Dezember, sollen von 20:00 bis 20:05 Uhr alle Lichter ausgeschalten werden.
Dabei mitmachen kann/soll jeder: egal ob Privathaushalt, Stadt, Gemeinde, Verein oder Firma. Es können beispielsweise Fassaden-, Zimmer-, oder Weihnachtsbeleuchtungen abgeschalten werden (sicherheitsrelevante Lichter wie Straßenbeleuchtungen bleiben aber an).

Damit soll „ein Zeichen gesetzt werden”, wie die veranstaltenden Organisationen meinen. Ein Zeichen, an den zeitgleich in Bali laufenden Weltklimagipfel, sich konsequent für die Lösung der globalen Klimakrise einzusetzen.

Ich lasse einmal dahingestellt, ob eine solche Aktion etwas bringen kann/wird. Bedenklich finde ich nur, dass etwa Bild, einer der Hauptinitiatoren, sich durch diese Aktion einen grünen Touch gibt. Ist Bild doch ein Teil des Axel Springer Verlags. Und dieser ist, laut Greenpeace, mitverantwortlich für den Kahlschlag des kanadischen Urwaldes (Hier der Artikel dazu).

Auch Google ist, eher ungewollt, ganz dick dabei, wenn es darum geht, den CO² – Ausstoß zu erhöhen. Wie? Das zeigt dieser Artikel.

Man muss solche Aktionen also immer genau hinterfragen. Machen sie wirklich Sinn? Wer steckt dahinter? Was will er damit bezwecken? Oft scheint es halt so zu sein, dass Firmen und/oder Organisationen damit nur auf sich aufmerksam machen wollen (= Werbung), oder sich einen „grünen Touch” geben wollen, weil das halt gerade in ist. Für die Umwelt selbst springt meist aber wenig bis nichts dabei raus.

Ich überlege mir noch, ob ich mitmache. Obwohl, schaden kann es ja eigentlich nicht. Und jedes Signal, dass auf die Notwendigkeit des Klimaschutzes hinweist, ist eigentlich positiv zu sehen!


Was stimmt denn nun?

Dass man den Medien (nicht nur den geprinteten) nicht immer trauen kann, ist ja allgemein bekannt, wenn es auch gerne einmal vergessen wird.
Die meisten Medien versuchen, uns zu beeinflussen, unser Denken in eine bestimmte Richtung zu drehen oder Tatsachen „anzupassen”.

Aber auch in kleinen Dingen zeigen sich Unterschiede in der Berichterstattung. Liegt es daran, dass manche Medien schlecht – bis gar nicht – recherchieren? Oder bekommen nicht alle Medien die selben Informationen? Oder arbeiten einige einfach schlechter und schlampiger als andere?

Hier ein Beispiel aus heutigen Tageszeitungen. Zum selben Vorkommnis schrieb einmal die Kronen Zeitung:

Unfallbericht1

Österreich brachte dazu diese Meldung:

Unfallbericht2

Im Sinne des betroffenen hoffe ich natürlich, dass die zweite Meldung stimmt. Im Sinne der leserInnen würde ich mir aber einfach eine korrekte Berichterstattung wünschen.

Schon mit kleinen Dingen fängt es an …


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  • In diesem Blog werden inhaltliche, redaktionelle und sonstige Fehler und Irrtümer der Print- und Onlineausgabe von ÖSTERREICH (und anderen Zeitungen) aufgezeigt.

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