um halb eins in der nacht wurde ich munter. ab diesem zeitpunkt konnte ich nicht mehr einschlafen. irgendwo in der wohnung gibt es eine grill, welche die ganze nacht vor sich hinzirpte. und das in einer lautstärke von mindestens 80 db!
auch gerlinde und walter hatten ein unruhige nacht, konnten aber zumindest zeitweise wieder einschlafen. ich war echt froh, als es acht wurde und ich aufstehen konnte.
das frühstück nahmen wir wieder auf der terrasse ein. die sonne schien und die schlimme nacht war bald vergessen.
frisch gestärkt haben wir die ausrüstung für den heutigen tag zusammengepackt und in den bus geladen. heute war die fahrt in die schlucht nicht mehr ganz so wild. immerhin wussten wir ja schon, was da auf uns zukommt.
bis gegen zwei uhr sind wir dann geklettert. der fels ist sehr rauh, scharfkantig und unglaublich griffig. auch vielbegangene routen sind nicht abgespeckt. es gibt zwar weniger routen in unserem schwierigkeitsgrad als erwartet, aber wir hatten genug zu tun.
nach dem mittagessen (wir hatten eine jause mit), sind wir in die stadt auf einen kaffee gefahren. ausgeruht und voll neuer energie machten wir uns danach an die nächsten routen.
als wir für heute genug hatten fuhren wir gemütlich heim. ich fand, ein erfrischendes bad im meer wäre jetzt genau das richtige. und wenn man schon am meer ist, … also habe ich mich in die fluten gestürzt:

das wasser war auch gar nicht sooo kalt. auch walter konnte sich zu einem kurzen bad überwinden. gerli ist lieber im trockenen geblieben.
nach dem bad haben wir ein paar liegestühle in die sonne gestellt und auf sommerfrischler gemacht.
zum abendessen wählten wir wieder die grillplatte. nicht sehr einfallsreich, aber echt lecker. hinterher noch ein kaffee und dann ins apartement.
hier empfing uns die grille mit lautem gezirpe. eine zweite solche nacht würde ich nicht überstehen. also auf zur heimchenjagd.
nach einiger zeit hatte ich die stelle geortet, an der sie sich versteckt. unter der linken türzarge zum badezimmer. ein kräftiger strahl haarspray hat sie hervorgetrieben. ein schuh sorgte für ruhe.
allerdings nicht lange. nachdem wir eine ¼ stunde herrliche ruhe zum lesen hatten, ging die zirperei wieder los. das konnte es aber nicht sein.
nach einigen minuten lauern und horchen habe ich eine weitere grille lokalisiert. wieder kamen der haarspray und der schuh zum einsatz. diesmal war die ruhe endgültig und wir hatten eine erholsame nacht.



