seit tagen geistert die geschichte wegen eines unfalles auf der a22 durch die medien. schuld soll (angeblich) eine nebelgranate des bundesheeres, die während einer übung gezündet wurde, sein.
heute gab es dazu in österreich eine detaillierte skizze des unfallherganges:

wenn man sich nun die einzelnen kommentare und statements von diversen hirnis ansieht, muss man zu dem schluss kommen, dass es sich dabei wohl nur um zivis oder wehrdienstverweigerer handeln kann. wie sonst könnte so vorbehaltlos auf das bundesheer eingedroschen werden?
auch wenn die granate kurzzeitig eine nebelwand über die autobahn gelegt hat, kann man nicht von einer unmittelbaren schuld des heeres ausgehen. da spricht einiges dagegen. z.b.:
- wenn die sicht schlechter wird (und um diese jahreszeit kann das gerade im betroffenen abschnitt schnell einmal aus natürlichen ursachen passieren) muss man seine geschwindigkeit der sichtweite anpassen. das ist grundwissen aus der 1. fahrstunde!
das scheint hier jedoch nicht passiert zu sein, sonst wäre es ja nicht zu den nachfolgenden auffahrunfällen gekommen.
- die nebelwand hat ja nicht vor den fahrspuren in gegenrichtung halt gemacht. auf dieser seite ist aber nichts passiert. scheinbar waren hier die etwas klügeren fahrer/innen unterwegs.
- wenn die grafik stimmt, passierte der crash erst ein stück nach dem nebel. da herrschte aber wieder klare sicht.
- was hätte es gebracht, die gwd auf die autobahn zu lassen (ein vorwurf, der den vorgesetzten von allen seiten gemacht wird)? abgesehen davon, dass der zugang zur autobahn nicht so einfach gewesen wäre, da sie sich auf einem abgesperrten/abgezäunten gelände befanden.
beim brennenden auto hätten sie sowieso nicht mehr helfen können (selbst die feuerwehr konnte nur mit schwerstem atemschutz dran, siehe ffw-link weiter unten).
wenn bei dieser eingeschränkten sicht dann noch zwanzig bundeheerhanseln, ohne warnweste, mit ihrer dunklen kleidung auf der autobahn herumirren hätte es noch ein paar tote mehr gegeben (werden doch in letzter zeit sogar ständig leute auf den beleuchteten straßen mitten in der stadt überfahren).
das geschrei möchte ich dann nicht hören: wie kann man da nur die jungen leute hinschicken, was haben die sich dabei gedacht, das ist ja völlig verantwortungslos, die gehören ja eingesperrt, uswusf.
daher mein fazit:
auch wenn wirklich die nebelgranate ursache für die eingeschränkte sicht war, so ist sie nicht hauptsächlich für die unfälle verantwortlich. die hauptschuld liegt imho eindeutig bei den lenkern/innen, die anscheinend mit, für die eingeschränkte sichtweite, überhöhter geschwindigkeit und deutlich zu geringem sicherheitsabstand unterwegs waren.
auf der seite der freiwilligen feuerwehr korneuburg, die den bergeeinsatz durchführte, findest du einen artikel zu diesem einsatz. auch einige bilder sind da zu sehen.