Manchmal braucht es etwas länger - aber jetzt habe auch mich mit twitter befasst (das seit gut einem monat im netz die emotionen hochtreibt).
Was hat es nun damit auf sich, wie funktioniert das, was ist twittern?
Grob gesagt handelt es sich dabei um ein persönliches tagebuch (ähnlich einem blog). Einträge werden per SMS, instant messaging oder am PC vorgenommen. Allerdings sind einzelne posts auf eine länge von 160 zeichen beschränkt. Wie in einem weblog sind die einträge chronologisch geordnet. So weit, so klar.
Im unterschied zum blog wird hier aber über jede (belanglose) tätigkeit geschnattert (oder gezwitschert), die der twitterer gerade so macht. Das ergibt dann oft so interessante eingaben wie: “Ich gehe jetzt zum friseur.” Und kurz darauf: “Ich bin jetzt beim friseur. Muss leider etwas warten.” Und wenn die neue frisur fertig ist, wird das natürlich auch gleich allen kundgetan.
Macht das sinn?
Jein! Viele halten es sicher für unsinnig, über jeden seiner schritte gott und die welt zu informieren. Wenn man mehrere twitter-freunde hat, kann es auch sehr nervig sein, wenn man alle paar minuten eine benachrichtigung über ein neues posting bekommt. Für mich selbst ist es, glaube ich, nichts (ich erzähle in meinem blog ja schon genug von mir).
Aber ich kann mir schon vorstellen, dass es umstände und situationen gibt, wo das gezwitscher durchaus sinn machen kann:
* Gruppenreisende: schnelle information an alle, wenn sich zeiten, treffpunkte, … kurzfristig ändern.
* zeitnahe technische informationen: so kann eine 4ma etwa sehr schnell alle ihre kunden über anstehende servicearbeiten, produktupdates oder sonstiges informieren
* wirkliche liveberichte: als augenzeuge eines (mehr oder weniger) wichtigen ereignisses. Eindrücke und situationen können sofort (und ohne nachträgliche verzerrungen oder erinnerungslücken) kundgetan werden. Etwa nach unfällen, anschlägen oder demos.
Mal sehen, wie sich das twittern weiterentwickelt. Ich bezweifle zwar, dass es so ein hype wird wie das bloggen - aber wer weiß?