Gestern habe ich, nach langer zeit, wieder einmal eine “Krone” gelesen (habe eine “gratisausgabe zum sonntag” gefunden). Eigentlich nichtssagend wie immer. Trotzdem ist mir der artikel “Post von Jeanée” besonders aufgefallen.
Abgesehen davon dass er die von ihm angegriffene Petra Jens (initiatorin der aktion “Eltern gegen Hundekot”) gleich einmal duzt: und wer möchte schon von einem alte(rnd)en, von der “Krone” wieder exhumierten schreiberling, dessen intelligenz ich in der nähe eines von ihm beschriebenen hundehaufens ansiedle, gleich per-du angeredet werden?
In diesem “artikel” wirft er ihr einmal vor, die “aggresive kampagne ‘Wider den Hundekot’ initiiert” zu haben. Was bitte ist daran aggressiv wenn man aufzeigt, was tagtäglich in wien von hunden (und hundhaltern, denn die sind in erster linie verantwortlich!) angerichtet wird?
Reichen zwanzig (20!) tonnen hundescheiße pro tag noch nicht? Muss auch noch der abgehalfterte “Adabei” seine scheiße dazugeben?
Weiters schreibt er (wörtlich):
Was ich dir vorwerfe ist dies: Du hast mit deinem Fanatismus die Hundehasser auf den Plan gerufen und das Klima in meinem Wauwau-Wien vergiftet. In meinem Wauwau-Wien, das neben München und Buenos Aires zu den hundefreundlichsten Metropolen dieser Hundewelt gehört.
Erstens einmal: die von frau Jens initiierte kampagne “aggressiv” zu nennen, finde ich eine absolute dummheit (aber das passt ja). Zweitens hat nicht diese kampagne aus den leuten hundehasser gemacht. Ich selbst kenne viele menschen (mich eingeschlossen), die eigentlich ein recht gutes verhältnis zu hunden haben (zu den herrln und frauerln meist weniger). Aber wenn man dann bis zu den knöcheln in einem dampfenden hundehaufen steht, oder zum frühstück auf der terrasse sitzt und sich ein angehöriger der caninae ungeniert direkt davor (im dabeisein seines nur gelangweilt blickenden besitzers) entleert, da kommen halt einmal nur sehr wenige freundliche gefühle hoch. Und dann noch so ein schwachsinniger artikel - da kann man schon zum hasser werden.
Aber nicht zum hunde- sondern zum menschenhasser.
Ich habe zeitweise das gefühl, sein Shar-Pei hat nicht immer auf die straße geschissen - er muss auch mal das hirn seines herrls erwischt haben, wie sonst kann man soviel blödsinn verbreiten?
Was nimmt sich dieser zeitungsschmierer eigentlich heraus (und auch die vielen hundebesitzer/innen)? Wie oft hörte ich in den letzten monaten das argument: “Warum soll ich das wegräumen. Dafür zahle ich ja“.
Also zum einen: es gibt in wien etwa 45.000 gemeldete hunde (womit schätzomativ sowieso nur jeder zweite hund gemeldet ist. Und am lautesten schreien die, die ihre tölle sowieso nicht angemeldet haben - wetten?).
Weiters kostet die beseitigung des drecks ein vielfaches der eingenommenen hundesteuer. Dieses argument ist also absolut keines!
Man zahlt auch für die müllabfuhr und die straßenreinigung. Trotzdem steht in der Reinhalteverordnung 1982:
§ 2. Das Wegwerfen und Fallenlassen von Papier (Zeitungsblättern, Ankündigungszetteln, Fahrscheinen, Papierabfällen und dergleichen) und von aus anderen Stoffen bestehendem Verpackungsmaterial auf öffentlichen Grundstücken ist verboten.
Wenn man sich nicht daran hält gibt es eine verwaltungsstrafe!
Ach ja, wenn ich in der nächsten zeit einmal mit meinem enkerl unterwegs sein sollte, darf ich dann die angeschissene windel auch gleich irgendwo in die botanik (oder besser gleich mitten auf den gehsteig) legen? Immerhin zahle ich ja dafür!