Gehört oder gelesen hat man(n) es in den letzten Jahren immer wieder – aber man wollte/ will es nicht so recht glauben:
der Dauerbetrieb erhöht die Lebensdauer eines Computers!
Jetzt hat die PC-Welt wieder einmal das Thema aufgegriffen (ist schon das Sommerloch?). Die Erklärungen dafür, warum das so ist, sind folgende:
* Durch das Ein- /Ausschalten kommt es erst zum Aufwärmen und dann zum Abkühlen der elektronischen Teile.
* Die dabei entstehenden mechanischen Spannungen (du weißt schon: Wärme = Ausdehnen, Kälte = Zusammenziehen) schädigen über längere Zeit die Lötstellen auf der Platine,
* was elektrische Fehler bedingt, die bis zum Ausfall des PCs führen können.
Du kannst/willst das nicht glauben?
Dann denk mal an die guten alten Glühbirnen. Wenn diese kalt ist, hat sie einen nur sehr geringen Innenwiderstand. Beim Einschalten erhöht sich der Innenwiderstand durch die Erwärmung innert weniger Millisekunden. Hat der Glühfaden schon einen kleinen Vorschaden (durch oftmalige Ein-/ Ausschalten), geht die Birne ein – meist beim Einschalten. – Und so ähnlich läuft es auch im PC ab!.
Kluge Köpfe weisen dabei auf einen Nachteil hin:
Kondensatoren verändern mit der Zeit ihre elektrischen Eigenschaften! Das kann nach einem längeren Stromausfall dazu führen, dass der Computer nicht mehr hochfährt, da sich die Bauteile abgekühlt haben und die Schaltungswerte nicht mehr stimmen. Das kennt man zB von Videorekordern, die viele Jahre irgendwo herumstanden und nach Stromausfall oder Umzug plötzlich nicht mehr funktionieren.
Hier hilft allerdings ein Hausmänner-Trick (Hausfrauen würden nie auf eine solc´he Idee kommen, die machen das eher mit dem Pudel): Den Herd auf etwa 40- max. 60° C erwärmen, Gerät reinstellen und – oft funktioniert es dann wieder.
Aus diesem Grund werden auch zB die Festplatten großer Serverschränke bei einer Abschaltung oder einem Umzug geheizt, um eine Versagen durch die Abkühlung zu vermeiden
Solltest du deinen Computer im Duaerbetrieb fahren, so ist es äußerst wichtig, dass die Lüfter, Lüftungsschlitze und vielelicht auch der Innenraum regelmäßig von Staub befreit wird, um ein Überhitzen (ev. Brandgefahr!?) zu vermeiden.
Stellt sich nur die Frage, ob sich die ganze Sache rechnet? So ein PC benötigt ja einiges an Strom! Ob man beim Abschalten (ein paar Jahre hat noch jeder gehalten) alleine durch die Stromersparnis nicht schon das neue Motherboard eingespart hat – und dann wieder technisch am aktuellesten Stand ist?