Eine unabhängige Jury aus Sprachwissenschaftlern hat heute Entlassungsproduktivität zum Unwort des Jahres 2005 erklärt. Als “Unwort” werden sprachliche Missgriffe, die sachlich grob unangemessen sind und möglicherweise die Menschenwürde verletzen bezeichnet. Das Unwort wurde heuer schon zum 15. Mal bestimmt (2004 war es Humankapital). Als Erklärung wurde genannt:
Der betriebswirtschaftliche Begriff verschleiere “die meist übermäßige Mehrbelastung derjenigen, die ihren Arbeitsplatz noch behalten konnten…
Man versteht darunter die Steigerung der Leistungsfähigkeit eines Unternehmens durch Personalabbau!
Dabei dürfte die Wahl in diesem Jahr besonders schwer gewesen sein. Gab es doch einige andere “schöne” Unwörter, die zur Auswahl standen, wie etwa Gammelfleisch und Schwampel-Koalition. Mein Favorit, und da stimme ich mit dem Sprecher der Jury, Horst-Dieter Schlosser, überein: Ehrenmord.