DCN Blog

Für manche belangloses Zeug -
für mich mein Leben.

Archiv: Dienstag, 3. Januar 2006

Jan 032006

Bildmontage by DCNDass die “tollen” Ergebnisse der letzten PISA-Studie kein Produkt der letzten Jahre sind, hat mir heute ein kleiner Vorfall beim Intersport gezeigt:

Wir haben für unsere “Kleine” etwas bestellt. Verkaufspreis 120 Euro. Die üblichen 20% Anzahlung sollten gemacht werden. Der Verkäufer (mindestens Mitte 20) tippte kurz auf seinem Taschenrechner herum und meinte dann, wir müssten € 40 anzahlen.
Als ich meinte, dass könne nicht ganz stimmen, sagte er (während er wieder am Rechner herumtippte): “Oh, ja. Sicher. 120 Euro weniger 20%, bleiben 80%. 120 weniger 80 = 40“.

Also, ich mach mir keine Sorgen mehr um unsere Zukunft - bei diesem Nachwuchs!

Jan 032006

Bildmontage by DCNSicher hat der/die eine oder andere zum Jahresbeginn den einen oder anderen Vorsatz gefasst. Einer der am häufigsten gemachten (und auch wieder gebrochenen) Vorsätze ist jener, mit dem Rauchen aufzuhören. Vielen fehlt da anscheinend die richtige Motivation.

Die Amerikaner bekommen hier jetzt in einigen Firmen entsprechende “Unterstützung”. Und das geht einfach so:
Wenn du nicht aufhörst zu rauchen, fliegst du!
Als Beispiel sei Miracle-Gro (ein Gartenproduktehersteller aus Ohio, mit rund 6.000 Mitarbeitern) genannt. Dieser verlangt von seinen rauchenden Mitarbeitern, dass diese bis zum heurigen Oktober mit dem Rauchen aufhören - sonst droht ihnen die Kündigung!

Der Grund für das strenge Durchgreifen ist nicht etwa die Sorge um die Mitarbeiter. Nein! Es ist, wie könnte es anders sein: das Geld!
Das hat natürlich auch mit dem sehr eigenartigen Gesundheitssystem der Amis zu tun. Hier ist es so, dass manche Firmen wesentliche Kosten der Gesundheitsleistungen übernehmen - und wer zahlt, der bestimmt. In unserer Beispielfirma raucht etwa ein Drittel der Belegschaft. Laut CDC verursacht ein Raucher seinem Unternehmen (angebliche) Mehrkosten in Höhe von 3.856 Dollar pro Jahr (wie immer man das auch berechnen kann).

Wie auch immer, Raucher haben mit Konsequenzen zu rechnen: GM und Ford haben gerade höhere Beiträge für die Gesundheitsvorsorge ausverhandelt, General Mills kassiert von seinen Rauchern einen Zusatzbeitrag von 20 Dollar im Monat für ihre Krankenversicherung, der Verlag Gannett sogar 50 Dollar.

Auslöser dieser harten Maßnahmen dürfte Weyco (ein Gesundheitsdienstleister aus Michigan) sein. War seit 2003 das Rauchen im Unternehmen verboten, es wurden auch keine Raucher mehr eingestellt, wird jetzt auch das Rauchen in der Freizeit geahndet. Dazu werden die Bediensteten einem Schnelltest unterzogen, der Zigarettenkonsum nachweisen kann. Vier Mitarbeiter verweigerten - und mussten gehen.

Auch wenn Unternehmen wie Scotts ihren Mitarbeitern helfen wollen mit dem Rauchen aufzuhören (Seminare, Nikotinpflaster, …) stoßen diese Maßnahmen auch auf scharfe Kritik. Das NWI sieht darin eine völlige Mißachtung der Privatsphäre von Mitarbeitern. Es wird befürchtet, dass damit die Schleusen für andere Eingriffe in das Freizeitverhalten geöffnet werden, mit der Rechtfertigung, die Gesundheitskosten senken zu wollen.

Mir fällt da auch schon der nächste “Brocken” ein, mit dem noch viel mehr hereingeholt werden könnte. Man denke nur an die vielen übergewichtigen Amis!

gemacht mit wordpress, viel kaffee, blut und schweiß!
alle bilder - sofern nicht anders erwähnt: © by DCN
die bilder sind alle bei flickr gespeichert