DCN Blog

Für manche belangloses Zeug -
für mich mein Leben.

Archiv: Freitag, 25. November 2005

Nov 252005

Papst… meint zumindest Papst Benedikt XVI. Und somit muss es stimmen, denn der Papst hat immer recht! Nun sollen, dem Ratzi nach, bekennende Schwule nicht die Priesterweihe bekommen können.
Stellt sich mir schon die Frage: “Was ist dann mit den schon geweihten Priestern, die schwul sind?”

Man geht derzeit davon aus, dass in der US-amerikanischen Kirche etwas 50% (!) der Kandidaten für ein Priesteramt schwul sind (bei uns geht man 20-30% aus)!
In den Priesterseminaren rund um den Vatikan soll der Anteil an schwulen Anwärtern auch nicht gerade niedrig sein!

Na ja. Auslöser für diese unverständliche Anordnung dürften wohl die vielen Missbrauchsfälle der letzten Jahre gewesen sein. Ich finde, dass es völlig wurscht ist, welche sexuelle Orientierung ein Priesteranwärter hat. Denn es ist egal, ob ein Schwuler oder ein Hetero keinen Sex haben darf, da ja für die Weihe menschliche Reife und die Verpflichtung zum Zölibat Voraussetzungen sind)! Meiner Meinung nach widerspricht es dem Gleichheitsgrundsatz, der, in etwas abgewandelter Form, auch in der kath. Kirche gilt, wenn von homosexuellen Priesteranwärtern mehr verlangt wird als von heterosexuellen. Das Keuschheitsgebot gilt ja für alle Priester gleichermaßen!

Aber das war in der katholischen Kirche schon immer so: diskriminieren, verteufeln, totschweigen, ignorieren … Ich wäre für eine komplette Abschaffung des Zölibats und einer völligen Gleichstellung der Frauen (mit Zugang zu allen Ämtern).
Aber solange dort nur alte, verdorrte Hinterwäldler das Sagen haben, wird sich da nicht wirklich was ändern (so nach dem Motto: Ich habe nicht dürfen - warum sollen die jetzt dürfen?). Es hat schon seine Gründe, warum ich aus der Kirche ausgetreten bin!

Nov 252005

(c)Serrano 1987Der amerikanische Fotograf Andres Serrano stellt derzeit in Deutschland aus. Bekannt wurde er weniger wegen der Qualität seiner Bilder, sondern wegen deren skandalheischenden Inhalten.

Seine Bilder (hier ein paar Kostproben) sind in verschiedene “Themenbereiche” gegliedert. So findet man die Serie “Das Leichenschauhaus” (mit Fotos von Mordopfern, Ertrunkenen, Selbstmördern), oder “Eine Geschichte des Sex” (mit Bildern sadomasochistischer, sodomistischer und transsexueller Praktiken).
Der Künstler meinte auf die Frage, warum es ihn ins Kunst- und nicht ins Pornogeschäft verschlagen habe: Der einzige Unterschied zwischen Pornografie und Kunst: Kunst ist teurer.”

Bekannt wurde Serrano 1989 mit dem Foto eines in Urin getauchten Kreuzes, welches er “Piss Christ” benannte. Das 1987 entstandene Bild wurde monatelang in Brüssel ausgestellt, ohne das es große Beachtung fand. Zum Skandal kam es erst, als bei einer Ausstellung in den USA herauskam, dass dieAusstellung indirekt mit Steuergeldern gefördert wurde. Eine riesige Kampagne (mit 180.000 Briefen) wurde gestartet.
Und eine bessere Werbung konnte es für den Künstler kaum geben, stieg doch der Preis von 2.000 Dollar auf 250.000 Dollar!
Na ja, über (Kunst)Geschmack lässt sich halt nicht streiten.

gemacht mit wordpress, viel kaffee, blut und schweiß!
alle bilder - sofern nicht anders erwähnt: © by DCN
die bilder sind alle bei flickr gespeichert