Lese ich gerade auf Die Welt.de, dieses:
Im Kampf gegen die wachsende Jugendkriminalität sollen in Hessen künftig Schüler über jugendliche Straftäter urteilen
Unabhängig davon, dass mir nicht ganz klar ist warum dieser Artikel unter Politik-Ausland erschienen ist, gibt er doch Grund zum Nachdenken. Die Begründung des Justizministers Christean Wagner CDU für diesen Schritt lautet:
Jugendlichen ist die Meinung Gleichaltriger oft besonders wichtig
Das ganze nennt sich “Teen Court” (eh klar, “Jugendgericht” würde ja jeder mit einer gleichnamigen Nachmittags-Fake-Gerichtsshow verwechseln).
Angeblich
finden Gleichaltrige auch leichter Zugang zu jugendlichen Beschuldigten und können so Hintergründe und Motive der Tat besser ergründen
Ob das so stimmt? Ich finde, die meisten Jugendlichen können nicht einmal erklären, warum sie selbst etwas tun oder getan haben, geschweige denn, was ein anderer getan hat.
Als Strafe können die jeweils drei Schüler des Gremiums etwa gemeinnützige Arbeit verhängen. Die Fälle werden von der örtlichen Staatsanwaltschaft zugewiesen, falls der Straftäter und seine Eltern zustimmten. Akzeptiere der jugendliche Straftäter die verhängte Sanktion, stelle die Staatsanwaltschaft das Verfahren anschließend ein.
Ich kann nur hoffen, dass es da nicht zu Represalien gegen die Teen-Courtler kommt, so nach dem Motto: “Du mir hast gegeben 40 Stunden arbeiten, ich mach dich Messer!“