Wer meinen Weblog öfter liest wird gemerkt haben, dass ich den Amis (vor allem deren Ansichten, Verhalten in bestimmten Situationen, ihrem Präsidenten,… ) eher skeptisch-ablehnend gegenüberstehe. Dass diese Skepsis nicht unbegründet ist beweist folgender Artikel - und da dachte man schon, dass es viel blöder nicht mehr gehen kann. Aber lies selbst:
Am 1. Oktober 2005 tritt in Florida ein neues Gesetz in Kraft (wo auch sonst als in Florida. Dieses wird ja von einer der Intelligenzbestien aus dem Bush-Clan regiert). Nach diesem Gesetz wird jedem, der sich in der Öffentlichkeit bedroht fühlt gestattet, seine (natürlich geladene) Waffe zu ziehen. Dazu wird von den Lobbyisten der NRA mit Sprüchen wie: “Ziehen Sie zuerst!” oder “Verteidigen Sie Ihren Raum” geworben. Als ob gerade Florida nicht eh schon ein sehr gefährliches Pflaster (und das nicht nur für Touristen) ist.
Hast du dich nicht auch schon einmal ordentlich darüber geärgert, dass dir irgend ein Hirni den Parkplatz vor der Nase weggenommen hat (obwohl du schon länger darauf gewartet hast)? Solche - und ähnliche - Situationen werden jetzt mit vorgehaltener Waffe geklärt. Und wer das schon einmal erlebt hat, und weiß, wie dabei die Emotionen hochkochen, der kann sich leicht ausmalen, dass es da nicht beim Ziehen der Waffe bleiben wird.
Und was heißt “bedroht fühlt”? Wann fühle ich mich bedroht? Wenn mich wer schief anschaut? Wenn ich - vermeintlich - mit dem Auto geschnitten werde? Wenn sich mir ein Fremder nähert (vielleicht nur, um nach dem Weg zu fragen)? Wenn jemand eine andere Hautfarbe hat (das sind doch eh alles Verbrecher, Drogendealer, Kinderschänder, ….)?
Die Dummheit stirbt nicht aus (obwohl, mit solchen Gesetzen steigt die Wahrscheinlichkeit dazu, da sich die Hirnis vielleicht gegenseitig dezimieren. Aber es steht zu befürchten, dass eher wieder viele Unschuldige zum Handkuss kommen werden).
Kann ich nur sagen: Willkommen im Sonnenschein-Staat!