Hab gestern die Bilder von New Orleans gesehen. Hier zwei Beispiele:

Ist sicher eine furchtbare Geschichte.
Aber trotzdem drängen sich mir Gedanken auf, so nach dem Motto: “Some Schuld, some Leiden”. Soll heißen, dass es - wieder einmal - einen Teil des Landes getroffen hat, das weltweit am meisten CO2 erzeugt, sich kaum um die Umwelt kümmert, noch immer nicht dem Kyoto-Abkommen zugestimmt hat (gerade das noch amtierende Bush-Söhnchen hat hier den diversen Lobbyisten nachgegeben und die Unterschrift verweigert!), usw usw. Da schießen mir auch so Gedanken ein wie: “Wenn es schon passieren muss, dann hat es eh die richtigen getroffen!”
Zugleich bekomme ich fast ein schlechtes Gewissen, dass ich so denke. Die Leute können eigentlich nichts dafür (na ja, wenig, denn immerhin wählen sie ja ihre Regierung selbst) .
Mir scheint, vielen Amis ist der Zusammenhang zwischen der enormen Umweltbelastung und den immer verheerenderen Unwettern nicht wirklich bewusst. Hauptsache das Auto hat mindestens einen 3,5 l-Motor und der Sprit kostet nicht mehr als 30 €-Cent.
Oder gerade New Orleans, das komplett unter dem Meeresspiegel liegt und nur durch ein kompliziertes System von Schleusen, Pumpen und Kanälen vor der Überflutung verschont werden konnte (auch ohne “Katrina“). Und wo zugleich jede/r Regierende an diesem System nur Wartungs- oder Verbesserungsarbeiten finanzierte, wenn es sich absolut nicht mehr vermeiden ließ. Da wurde nicht in die Zukunft gesehen und im Voraus etwas getan. Nein, man verließ sich vielmehr darauf, das “eh nix passieren wird” und gab das Geld für poulärere Maßnahmen aus - man will ja schließlich wiedergewählt werden.
So eine Einstellung musste sich einfach einmal rächen - und jetzt scheint es soweit zu sein!