DCN Blog

Für manche belangloses Zeug -
für mich mein Leben.

Archiv: Mittwoch, 31. August 2005

Aug 312005

Jetzt ist es soweit: Der Karlsplatz wird - als weitere Teil des “U-Bahn-Sicherheitspakets” sicher(er).
Hab gerade vorhin in einem Beitrag im TV gesehen, dass nun orangegekleidete Damen und Herren in der U-Bahnstation Karlsplatz patroullieren sollen, um diese sicherer zu machen. Grundsätzlich finde ich die Idee nicht so schlecht Auch wenn ich nur ganz selten Öffis benutze, bin ich der Meinung, dass gerade am Karlsplatz mehr Kontrolle nicht schaden kann.
Noch dazu sind es Leute “vom Fach” (MitarbeiterInnen vom “Fond Soziales Wien” und den “Wr. Linien”, die extra dafür ausgebildet wurden, kritische Situationen im Vorfeld zu erkennen und entsprechend zu intervenieren). So weit - so gut.

help_uAber müssen diese Leute unbedingt eine orange Jacke tragen? Und das im roten Wien!
Ich höre schon das BZÖ den Menschen der Stadt erklären, dass sie es sind, die Wien nun sicherer machen - und es wird genug Mitbürger (ja, auch -innen) geben, die das dann glauben werden.
Gerade vor den Wahlen ein sehr unkluger Schachzug (auch wenn die Einführung von “Help U”, so heißt das Ganze, vor der Wahl selbst nicht sooo dumm war).

Aug 312005

clancyHab gerade die neueste Schwarte (über 1000 Seiten) von Tom Clancy fertig gelesen. Bei Im Zeichen des Drachen geht es wieder einmal, Clancy typisch, wild her. Genau so typisch für Clancy ist auch die geschilderte Überheblichkeit der Amerikaner.

Die glauben ja wirklich, dass sie das leuchtende Beispiel für Demokratie, und sonst noch alles für die Welt sind. Die erste Wahl von Bush, der Angriffskrieg auf den Irak unter fadenscheinigen Gründen, der Alltagsrassismus, … wird einfach verdrängt. Auch die oft hirnrissigen Gesetze, das Abführen von Achtjährigen in Handschellen wegen Nichtigkeiten, die Todestrafe und vieles mehr, sind für die Amis kein Makel.
Aber weiter zum Buch:

Bei vielen, vielen Nebenschauplätzen (Vatikan, Ami, China, Russland, …) geht es hauptsächlich darum, dass in Sibirien große Öl- und Goldvorkommen gefunden werden. Die chinesische Regierung - wirtschaftlich am Ende, weil total verschuldet - beschließt auf Grund von “Beratern”, die nur im eigenen Interesse handeln, einen Angriffskrieg gegen Russland, um an diese Bodenschätze zu kommen. Das geht bis zum Einsatz von Atomwaffen gegen die Amis. Das Ende will ich nicht verraten (aber bei Clancy, der manchmal im Auftrag der Regierung zu schreiben scheint, wird das Ende wohl niemanden überraschen).

Was mich mehr zum Nachdenken gebracht hat, ist vielmehr, dass die Chinesen eine sehr stark wachsende wirtschaftliche Macht sind. Immer mehr Produktionen wandern ins Reich der Mitte (so ist der weltweite Textilmarkt schon fast ganz in chinesischer Hand. Da werden auch Einfuhrbeschränkungen und Strafzölle nicht viel ändern). Nun wollen auch viele Computer-, Chip-, Auto- und sonstige Hersteller (wegen der billigen Produktionskosten, der kaum vorhandenen Umweltauflagen, der fleißigen Arbeiter, …) ihre Produktion nach China verlegen.
D.h., dass ein komunistisches Land immer mehr Macht über die - verhassten? - Kapitalisten bekommt!

Was wäre, wenn einmal wichtige Produktionen von China abhängig sind und China nicht liefern will?
Was wäre, wenn die Chinesen in jeden Computer (oder Chip) eine Hintertüre einbauen würden um an relevante Daten zu kommen, oder diese gar zu manipulieren?
Was wird sein, wenn die Chinesen einmal halbwegs auf dem Konsumstand von uns Europäern sind (derzeit verbrauchen die Amis etwa 8000 kg Öl/Kopf und Jahr, die Chinesen etwa 250 kg). Der Energieverbrauch bei den Chinesen würde enorm ansteigen - und sie hätten, da sie ja dann die größten Produzenten wären, auch die Mittel, sich die benötigte Energie zu kaufen. Notfalls zu Preisen, die wir und die Amis nicht bezahlen könnten.

Was wäre, wenn … ???

gemacht mit wordpress, viel kaffee, blut und schweiß!
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